Gerade ist mir beim Aufräumen die Plastikrose mit aufklappbarem Blütenkopf in die Hände gefallen, die Tobi mir am Valentinstag schenken musste. Richtig: Er musste. Darin ist eine Schlitz-Vorrichtung, die eigentlich für einen Ring vorgesehen ist. Das mit dem Valentinstag war nämlich so: Ich hätte ihn wie jedes Jahr komplett vergessen, wenn nicht die Blumen, die ich in meinem Lieblingsblumenladen holte, plötzlich das Fünffache gekostet hätten. Ich fragte die Verkäuferin, warum sie die Lotusblüten auf einmal zu 5 Euro statt zu einem wie letzte Woche verkaufe, ihre Antwort: Heute sei Lover’s Day, da seien Blumen teurer. Logisch, wir sind ja in der Hauptstadt des Kapitalismus, die Nachfrage bestimmt den Preis.

Wucherware für einen Tag
Zwar haben die Chinesen eigentlich einen eigenen „Valentinstag“, der „Qixi“ heißt und am siebten Tag des siebten Mondmonats gefeiert wird. Doch westliche Feiertage sind nunmal moderner und schicker. Jeder Mann in Shanghai, der unter 30 ist und eine Freundin hat, reserviert an diesem Tag einen Tisch in einem angesagten Restaurant und kauft einen Haufen Blumen, möglichst Rosen und möglichst einzeln verpackt, in der Lieblingsfarbe seiner Freundin. Was zur Folge hat, dass die Straßen voll sind mit rosaroten Wickeltechnikwundern aus Tüll und Krepppapier, in denen rosa Blumen versteckt sind. Es gibt auch die Strauß-Variationen: rosa Miniteddybären, rosa Marzipanrosen oder Schokoladenbonbons in rosa Glitzerpapier. Selbst Fang hat an diesem Abend einen Tisch im Pizzahut reserviert und seiner Freundin immerhin eine Tafel West-Schokolade gekauft.


Traditionelle chinesische Valentinstagsgeschenke
Tobi und ich beschließen, zum Sushi-Restaurant um die Ecke zu gehen. „Macht 80 RMB“, sagt die Dame am Telefon.
„Wie bitte?“
„Heute ist Valentinstag.“
„Ich weiß, ich würde aber gern nur einen Tisch reservieren.“
„Heute gibt es nur Tische mit Blumenstrauß, kostet 80 RMB.“
„Was für Blumen?“
„Rosa.“
„Ich mag aber keine rosa Blumen.“
„Keine Blumen, keine Reservierung.“
Ich gebe mich geschlagen. Am Eingang des Restaurants hängt ein riesiges Herz aus Rosenblättern, aus den Lautsprechern dudelt, wir können es kaum glauben, Sarah Connor. An der Rezeption wird Tobi aufgefordert, die 80 RMB zu bezahlen, dann knallt die Empfangsdame einen in Zeitungspapier gewickelten, halb verwelkten Blumenstrauß auf den Tresen und sagt: “Extra order, white Flowers”. Auf jedem zweiten Stuhl im Restaurant liegt auch so ein Zeitungspapiertütchen. Ich bitte die Kellnerin, mir etwas Wasser für die Blumen zu bringen, damit wir sie wenigstens auf den Tisch stellen können, aber die Antwort hätte ich mir auch selbst geben können: „Cannot.“ Gefolgt von: „Waitamoment“. Gerade als Tobi von der Bar mit einem großen Wasserglas zurück kommt, bringt sie einen blauen Plastikeimer mit Wasser.
Tobi vor halb verwelktem Valentinsstrauß
Es gibt ein „Special V-Day Menu“ bestehend aus „Fatty Tuna Sushi“ und „Amore“-Wein aus Italien. Dazu die erwähnte Plastikrose, in der der Mann romantischerweise einen Ring verstecken sollte. Wahrscheinlich hätte man den auch gleich mit vorbestellen können. Draußen vor dem Restaurant sehen wir durchs Fenster Pärchenschlangen stehen, die offenbar keinen verwelkten Blumenstrauß reservieren wollten. Sie warten geduldig, die Frauen sind enorm herausgeputzt, fast alle tragen riesige Teddybären oder aufwändige Blumenarrangements, die meisten Männer weiße Anzüge mit rosa Hemden. Was für ein Anblick! Am Nebentisch sitzt ein Amerikaner mit Woody-Allen-Brille und einer hübschen Chinesin, die sehr geschliffen Englisch spricht. Es gibt viele gemischte Pärchen in Shanghai, aber immer nur in der Kombination West-Mann und China-Frau, nie umgekehrt. Halt nein, das stimmt nicht, mir fällt ein, ich kenne eine deutsche Mutter, die gerade ein Verhältnis mit ihrem chinesischen Personal Trainer hat. Aber sie ist natürlich eine Ausnahme.
West-Männer sind in Shanghai eine begehrte Jagdbeute. Egal wie alt, wie dick, wie schön oder hässlich. Sie gelten als „White Horse“, das begehrteste aller Pferde (dicht gefolgt oder vielleicht sogar auf gleicher Höhe mit „Black Horses“: Chinesen mit ausländischem Pass, denn die bringen weniger kulturelle Schwierigkeiten mit sich). Vor dem „Sasha’s“, einem außerordentlich miesen Ausländer-Schuppen, in dem sie Rockmusik aus den Neunzigern spielen, lungern jeden Abend haufenweise chinesische Mädchen - in der Hoffnung, ein weißes Pferd zu ergattern. Sie hoffen darauf, wenigstens für ein paar Runden im Sattel zu bleiben und so zumindest ihr Englisch zu verbessern, im besten Fall natürlich, irgendwann geheiratet zu werden. Ich gucke zu Tobi, der gerade einen Fatty Tuna mit Stäbchen erdolcht, und sehe ihn an. Versuche, ihn ganz objektiv zu betrachten: 1,90 Meter, durchtrainiert, dunkle, glänzende Haare, blaue , wache Augen und ach … ich stelle sehr objektiv fest: mein Mann ist ein Prachtexmplar. Plötzlich habe ich das Gefühl, dass alle Frauen hier auf Tobi starren. Diese aufgedonnerten, blendend aussehenden Hühnchen, deren Oberschenkel den Umfang meiner Oberarme haben, die immer so zerbrechlich wirken und o-beinig auf Schuhen balancieren, die mich in den nächsten Straßengraben befördern würden. Wahrscheinlich würde jede zweite hier ihr „Brown Horse“ (gewöhnlicher chinesischer Mann) auf der Stelle für einen West-Mann verlassen.
Im Internet kursiert seit geraumer Zeit ein Posting einer chinesischen Studentin der Jiatong Universität, das hier für ziemliches Aufsehen sorgte. In allen möglichen Foren wird darüber seit Herbst heiß diskutiert. Die meisten jungen Chinesen verbringen jede Minute, die sie nicht mit hinderlichen Dingen wie Schlafen, Essen oder Arbeiten verbringen müssen, im Internet, beim Online-Gaming, in verschiedenen Foren oder beim Bloggen. 72 Millionen Menschen in China schreiben einen eigenen Blog, das entspricht zumindest annähernd der Einwohnerzahl Deutschlands.
Diese Studentin, die Vorsitzende der Uni-Fußball-Cheerleader-Mannschaft, hat sich im Internet lang und breit darüber ausgelassen, weshalb sie West-Männer bevorzugt. Ich habe den Eintrag nur leicht gekürzt, weil er so unglaublich ist:
„Jeder Mensch hat eine Idealvorstellung von seinem Leben. Manche träumen davon, ein Held zu werden, andere davon, reich zu sein oder eine Führungsposition zu ergattern. Mein größter Wunsch ist, einen West-Mann zu heiraten. Manche mögen mich für vulgär halten oder für eine Verräterin, aber ich bin ein sehr traditionelles Mädchen. Es ist mittlerweise trendy zu sagen: Ein gutes Studium taugt nicht so viel wie eine gute Heirat. Den richtigen Mann zu heiraten, ist wichtiger als alles andere auf der Welt. Manche fragen sich vielleicht: Gibt es denn keine guten Männer in China? Ich werde Euch meine Gründe erklären. Also setzt Euch aufs Sofa, auf den Boden oder wohin auch immer und hört genau zu.
1. China hat keine passenden Männer für mich.
Ich bin ein besonderes Mädchen. Ich studiere an einer berühmten Uni, habe exzellente Noten, bin aber keines dieser IQ-Monster mit dicken Brillengläsern, die ihren Kopf den ganzen Tag in Büchern vergraben. Ich habe eine hervorragende Figur, sehe toll aus und kann mich kultiviert unterhalten. Ich bin Vorsitzende der Fußball-Cheerleader-Mannschaft, habe an verschiedenen Schönheitswettbewerben teilgenommen, mag Musik, Tanzen und Kunst. Ich schreibe ab und zu Kolumnen für die Zeitung, kurz: ich bin ein phantastisches Mädchen in jeder Hinsicht. Aber was für einen Mann sollte ich heiraten? Es gibt viele, die mir den Hof machen und die meisten meiner Freundinnen haben längst Freunde. Aber wenn sie ihren Abschluss machen, trennen sie sich entweder oder sie fangen an, übers Heiraten, Kinderkriegen usw. zu reden. Sie reden über alles Mögliche sehr ernsthaft, nur nicht über die Liebe. Ich bin sehr leidenschaftlich, ich möchte ein Leben, das sowohl metarialistisch als auch spirituell ausgefüllt ist. Sorry, aber das kann mir kein chinesischer Mann bieten. Klar könnte ich einen Kommilitonen heiraten und vielleicht einen guten Job bekommen – aber kann man sich so jemals ein Haus leisten? Ich möchte mal ein riesiges Wohnzimmer haben, so groß wie ein kleiner Salon, in dem ich meine Freunde treffen, guten Wein trinken und über Gott und die Welt plaudern kann. Auch das Badezimmer muss groß sein, damit eine Badewanne für zwei Personen reinpasst, in der ich mit schöner Musik eine romantische Nacht mit meinem Mann verbringen kann.
Der Mann, den ich heiraten will, muss mindestens genug Geld für ein Auto haben, richtig? Oder soll ich etwa jeden Morgen mit dem Bus zur Arbeit fahren, der im Winter einer Gefriertruhe und im Sommer einer Mikrowelle gleicht? Dann wird in ein paar Jahren aus einem hübschen, jungen Mädchen eine dunkelhäutige Alte. Und mal ehrlich: Wollt Ihr Jungs wirklich, dass eine hübsche Akademikerin von diesen dreckigen Tagelöhnern herumgeschubst wird?
Es mangelt China nicht an reichen Männern. Aber seht sie Euch doch mal an: Wieviele von denen haben Erfolg aufgrund eigener Anstrengungen, Fähigkeiten oder ihrer Aufrichtigkeit? Entweder sind es Steine schleppende, ungelernte Bauherren, Kohle schaufelnde Chefs aus Shaanxi oder sie sind korrupt. Sie sind weder zivilisiert noch haben sie Haltung. Wie soll ich mich mit so einem unterhalten? Mal ehrlich: Solche Leute halten es doch bereits für Kunst, wenn sie ein paar Zeilen aus einem englischen Popsong mitsummen können. Wenn sie Geld haben, gehen sie Essen, Saufen, Spielen oder zu Prostituierten. Ein friedliches Leben mit so jemandem wird schwierig. Es gibt da ein paar Kerle, die jetzt schon an die Uni kommen, mir Visitenkarten zustecken, auf denen „CEO“, „Chairman of the Board“ oder irgendeine hohe Beamtenposition steht, einer noch reicher und noch arroganter als der andere. Einige haben mir gleich geradeheraus angeboten, ihre Konkubine zu werden. Oh mein Gott! Ich bin vielleicht keine außergewöhnliche Schönheit, aber ich bin jung und hübsch, habe jahrelang hart gearbeitet, um an eine Elite-Uni zu kommen, und damit soll ich nicht werden mehr als eine Geliebte?
2. Die Lebenskonditionen in westlichen Ländern sind besser.
Selbst wenn ein außergewöhnlicher, reicher, eleganter, junger chinesischer Single sich in mich verlieben würde, ich würde ihn nicht heiraten. Ich will ehrlich sein: Ich will in den Westen. Die westliche Welt, die ich aus dem Fernsehen und Kino kenne, ist für mich das Paradies: saubere Straßen, elegante Gebäude, saubere Luft. Egal ob es sich um eine quirlige Großstadt oder um ein ruhiges Dorf handelt – alles scheint so friedlich und harmonisch. Jeder ist höflich, unabhängig von seinem akademischen Hintergrund. Sicher, ich könnte vielleicht auch in einer schönen Villa hierzulande landen, aber selbst wenn ich sie mir jemals leisten könnte: Wo, bitte, kann ich saubere Luft kaufen? Ist dieses Land nicht überall schmutzig und staubig? Klar, die ländlichen Gebite sind besser, aber wer will da schon hin? Wäre es nicht absurd, wenn ich mich im Bikini an meinem Pool sonne und draußen stehen ein paar Bauern mit Kuhmist in ihren Körben? Ja, auch in Tibet ist die Luft sauber, aber sorry, dieses Mädche, von dem ich spreche, hat Höhenangst.
Die Lebenshaltungskosten in China sind horrend. Wir geben so viel Geld aus wie die Amerikaner, verdienen aber nicht mehr als ein Afrikaner. Meine Eltern haben hart gearbeitet, um mich zur Uni schicken zu können, das sollte ich ihnen irgendwann zurückzahlen und mich um sie kümmern, richtig? Aber selbst wenn ich einen guten, angesehenen Job finde, würde mein Gehalt wirklich dafür ausreichen? Meine Eltern werden langsam alt. Wenn sie mal in ein Krankenhaus müssen, wie sollte ich je diese teuren Arztrechnungen zahlen können? Die Länder im Westen haben allgemeine Krankenversicherungen. Was den Arbeitsmarkt anbelangt, ist China auch nicht gerade rühmlich. Jedesmal wenn ich eine dieser überfüllten Job-Messen sehe, bekomme ich fast einen Herzinfarkt. Diese Messen sind so voll wie der Omaha Beach am D-Day! Ich bin ein zartes Mädchen, wie könnte ich mich durch diese Masse stinkender Jungs quetschen?
Zu den wichtigsten Aufgaben einer modernen Frau gehört es zu überleben, einen Platz an der Universität zu ergattern, zu studieren, einen Job zu finden, Geld für ein Haus zu sparen und danach für die Rente. Für welche davon muss man sich nicht zum Sklaven machen? Ist das nicht ermüdend? Wenn aus einer meiner Kommilitoninnen nach dem Diplom keine alte, dunkelhäutige Oma werden sollte, dann nur, weil sie einen reichen Mann finden wird, den sie erst heiraten und ihn dann abends losziehen lassen wird, in Restaurants, Bars, in Bordelle und Casinos. Und sie wird so tun als wüsste sie nichts davon, denn warum sollte sie leiden?
3. Westmänner sind großartig
Ich mag Westmänner einfach. Schon als kleines Mädchen habe ich gern Westfilme gesehen, zum Beispiel „Ein Herz und eine Krone“ oder „Vom Winde verweht“, und ich mochte die Männer, die in den Filmen mitspielten. Ihre Gesichter sind so kantig, so besonders, vor allem ihre farbigen Augen, ihre langen, geraden Nasen und ihre schmalen, weichen Lippen. Die meisten Westmänner sind groß, gut und kräftig gebaut und immer sexy. Dann sehe ich mir die chinesischen Jungs um mich herum an: Selbst wenn ich über ihre schmalen Augen hinwegsehe, haben sie immer noch dicke Stummelnasen, wulstige Lippen und wenn sie auch noch etwas gebräunt sind, sehen sie Afrikanern bemerkenswert ähnlich. Die gebildeteren sehen alle mager und unterernährt aus, da frage ich mich ernsthaft, ob mich so einer beschützen kann? Manchmal gibt es Männer, die sich Muskeln antrainiert haben, aber dafür haben sie vergessen, ihr Hirn zu trainieren.
Viele Jungs an meiner Uni machen mir den Hof, auch andere Männer bitten mich um Dates, aber es gibt nicht viele davon, die ich mag. Sie sahen entweder aus wie eine Sojasprosse oder wie „Ultraman“ von der japanischen TV-Show, sie sind ungepflegt und keiner von ihnen macht sich auch nur die geringsten Gedanken über sein Äußeres. Viele spucken in der Öffentlichkeit, ich hasse das. Nur kleine Kinder und Tiere urinieren oder defäzieren überall hin, und Spucken ist keinen Deut besser als Urinieren oder Defäzieren. Ich würde sie maximal halb-zivilisiert nennen.
Die meisten Westmänner sind elegant gekleidet, weil sie von Klein auf eine gute Erziehung genossen haben. Es gibt in Shanghai McDonald’s und KFC Restaurants, ich gehe dort oft mit Freunden hin. Alle Westmänner dort scheinen gut erzogen, sie halten einem die Tür auf und stellen sich in einer Reihe an. Chinesische Männer stürmen auf den Tresen zu, sobald die Tür sich öffnet, drängeln in Massen und schreien den Kellnern ihre Bestellungen entgegen, als wären sie in ihrem letzten Leben verhungert. Und wenn sie fertig sind, werfen sie ihren Müll schamlos irgendwo hin, während die Westler ihn sorgfältig stapeln und ihre Tabletts auch noch selbst wegbringen. Das ist einfach ein anderes Level!
Hinzu kommt, dass die meisten chinesischen Männer keine Unabhängigkeit kennen. Bei ihnen dreht sich alles um Mädchen, sie sind wie eine Supernanny. Ich habe das Gefühl als hätten sie kein eigenes Ich, als klebten all ihre Gedanken bei Mädchen. Wenn sie in einen Bus steigen, prügeln sie sich um einen Platz, nur um ihn dann als erster einem Mädchen anbieten zu können, egal ob neben ihnen ein älterer Herr oder ein kleines Kind steht. Ich schäme mich jedesmal zu sehr, um mich hinzusetzen. Auf solche Männer, die sich für Mädchen zum Deppen machen bis sie verheiratet sind, die bei der Arbeit um ihren Chef herumschleichen und zu Hause in der Küche, auf die kann ich nur herabschauen. Die gedanken- und temperamentlos sind, meine Güte, ich würde mich vor dem Sohn fürchten, den ich mit so einem Modellbürger haben würde, der so offensichtlich in einem authoritären System groß geworden ist. Welches Mädchen mag keinen Mann mit Persönlichkeit und Mut?
Westmänner sind in einer Umgebung groß geworden, die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit fördert. Sie haben eigene Gedanken, nicht wie Chinesen, die alle Papageien gleichen. Nehmen wir zum Beispiel meine Kommilitonen. Wenn die Regierung über Japans und Chinas gute bilaterale Beziehungen spricht, mögen sie Japan. Sobald die Regierung einen nationalistischen Kurs einschlägt, wettern sie über Japan. Jeder einzelne von ihnen ist hirnlos, lässt mit sich herumspielen wie ein Affe und dabei hält er sich noch für groß und mächtig. Sie alle sind ein Haufen eingebildeter Affen! Sie sind manches, das ich im wahren Leben nicht sagen kann, aber ich kann es online.
Um es auf den Punkt zu bringen: Ich möchte einfach einen Westmann heiraten, am liebsten einen Amerikaner, aber ein Europäer wäre auch nicht schlecht. Ich habe keine großen Ansprüche, es macht mir nichts aus, wenn er eine geringere Ausblidung hat als ich, mir ist auch egal, was für einen Job er hat. Liegt der Monatslohn für Tellerwäscher bei MacDonald’s in den USA nicht über 1000 Dollar? Davon könnte er sich immer noch ein Auto und ein Haus kaufen. Wenn das nicht möglich ist, würde ich auch einen geschiedenen Mann mit Kindern nehmen. Westkinder sind unabhängig, die würden mich wenigstens nicht hinter ihnen herputzen lassen und ich müsste nicht um sie herumschwänzeln. Wenn das auch nicht möglich sein sollte, würde ich sogar einen Japaner oder Koreaner heiraten. Die würden wenigstens nicht für mich kochen. Wie auch immer, ich möchte dieses Land verlassen und in den Westen gehen, wenn nicht für die Freiheit, dann fürs Geld.
Ich gebe zu, ich bin sehr direkt, aber denkt nicht falsch von mir. Ich tue niemandem weh, ich möchte lediglich ein besseres Leben, sei es materiell oder kulturell. Ich habe die US-Serie „Desperate Housewifes“ gesehen. Diese ruhige Ortschaft, diese sauberen Straßen, die elegante, höfliche Nachbarschaft! Da wusste ich: Das ist das Leben, das ich möchte!“
Originalfassung nachzulesen unter:
http://www.chinasmack.com/stories/china-does-not-have-any-men-suitable-for-me/